Eilsen

Alt und Jung drücken gemeinsam die Schulbank

D-E-Lehrgang 2010 klein02 

Foto: sig

Ahnsen/Heeßen (sig). Zum ersten Mal gab es jetzt eine „grenzüberschreitende“ musikalische Ausbildung in der Grundschule Heeßen. Zu den Initiatoren gehörte der Ahnser Spielmannszug, der dort seine Übungsstunden abhält. Erstaunlich die Altersspanne der 36 Teilnehmer – sie lag zwischen acht und 61 Jahren.Solche Angebote sind besonders wichtig für die Musikzüge, denn es mangelt vielerorts an Nachwuchs. Und auch die Anzahl der Auftritte dieser Ensembles geht zurück, weil immer weniger Schützenfeste mit Umzügen gefeiert werden. An insgesamt fünf Wochenenden drückten die Teilnehmer die Schulbank und verbesserten ihr musikalisches Wissen und Können,

Für 16 von ihnen ging es um den sogenannten Einstiegslehrgang. 20 kamen eine Stufe weiter durch die D1-Leistungsprüfung. In aufsteigender Linie lässt es sich bis zum Dirigenten eines Kammerorchesters schaffen. Man muss es nur wollen sowie Fleiß und Begabung mitbringen.

Am Talent dürfte es bei den Prüflingen, die alle bestanden haben, nicht mangeln. Es gab sehr gute und teilweise sogar hervorragende Leistungen, wie die Dozentin Steffi Wilkening bei der Übergabe der Urkunden und Leistungsnadeln mitteilte. Zusammen mit ihrem Ehemann Henrik war sie für die erfolgreiche Aus- und Weiterbildung zuständig. Bei den theoretischen Anforderungen ging es nicht nur um Noten, sondern auch um Taktarten, Intervalle und Tonleitern. Über dieses Wissen müssen nicht nur die Flötenspieler verfügen, sondern auch die Trommler sowie die anderen Instrumentalisten, die ein Xylofon oder eine Lyra spielen.

Den Prüfungen nach den Richtlinien des Bundes Deutscher Blasmusikverbände unterzogen sich Angehörige der Spielmannszüge aus Steinhude, Rolfshagen, Meinsen-Warber und Ahnsen sowie vom Mindener Trommler- und Pfeiferkorps.

Beim Abschlussabend, zu dem auch etliche Eltern gekommen waren, dankte Michael Lindemeier, Dirigent der Ahnser Spielleute, nicht nur den Dozenten, sondern auch dem Kreisfachwart des Bezirks Minden-Lübbecke, Karl-Heinz Welter, ohne die diese Workshop-Reihe nicht zustande gekommen wäre. Nicht vergessen werden dürften der Prüfer des Niedersächsischen Musikverbandes. Lothar Frye aus Bad Essen, und die weiteren Mitglieder des Prüfungsausschusses.

Ein weiterer Dank ging an die Leitung der Grundschule Heeßen für die Nutzung der Unterrichtsräume. Als Anerkennung dafür übergab Birgit Lindemeier der Vorsitzenden des Schulfördervereins, Susanne von Tiesenhausen, einen Spendenscheck über 150 Euro. Der Chef des Ahnser Spielmannszuges. Dieter Gutzeit, lobte den Einsatz der Eheleute Lindemeier, die in den zurückliegenden Wochen viel Zeit geopfert hätten und auch für die Verpflegung der Dozenten sorgten. Weitere Lehrgänge in Heeßen sind ins Auge gefasst. Am Abschlussabend wurde zudem eine Art Stammtischrunde angeregt, bei der sich monatlich die Leitungen heimischer Spielleute treffen könnten.

Sie hatten Grund zum Strahlen: Alle 36 Teilnehmer aus dem Schaumburger Land und aus Minden-Lübbecke haben bestanden.

Schaumburg-Lippische Landeszeitung, Artikel vom 07.12.2010

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